20.07.2009 18:18:54

Amazon löscht eigenmächtig E-Books

Das dürfte der Aufreger der Woche sein: Amazon stellte fest, dass zwei seiner E-Books von einem Verlag verkauft wurden, der eigentlich gar nicht die Rechte dafür besaß. Nachdem der Rechteinhaber den amerikanischen Großkonzern darauf hinwies, nahm amazon nicht nur die E-Books aus dem Programm, sondern löschte sie auch noch von den elektronischen Lesegeräten (Kindle) seiner Kunden. Witzigerweise war eines der betroffenen Büchern George Orwells 1984.

Die New York Times meldete auch, dass dies lange nicht die erste solche Aktion von amazon war. Schon mehrfach wurden Kopien vom Kindle gelöscht, unter anderem war auch ein Harry-Potter-Band davon betroffen.
Auch wenn Amazon Besserung gelobt hat, sollte es doch nachdenklich stimmen, dass dieser Konzern direkten Zugriff auf Geräte hat, die gutgläubige Kunden bei ihm gekauft haben, und jetzt auf deren Eigentum schaltet und waltet, wie es ihm beliebt.

Immerhin kauft man sich ein mehrere hundert Euro teures Gerät, mit dem man auch noch von einem einzigen Buchhändler abhängig wird, kauft an Stelle eines gedruckten Buches nur einen Haufen Bits und Bytes oft zum selben Preis und dann muss man sich auch noch darin herumpfuschen lassen? Eigentlich selbst Schuld, wer sich darauf einlässt ...
Quelle: boersenblatt.net

13.07.2009 18:27:42

Chinesen bauen Kindle nach

Auf einer japanischen Brachenmesse stellten die Chinesen kürzlich ein neues Lesegerät vor. Dumm nur, dass es Amazons Kindle 2 in Optik und Technik fast wie ein Ei dem anderen gleicht. Nach Angaben des Konzerns (Peking University Founder Group) sei das Gerät aber unabhängig entwickelt worden.

Das Lesegerät "Wefound" soll Ende 2009 für umgerechnet ca 150 Euro in China auf den Markt kommen. Beim Vertrieb konzentriert sich die Founder Group auf den Heimatmarkt, schließt aber den Vertrieb in anderen Ländern nicht ganz aus.
Quelle: lesen.net

24.06.2009 19:15:26

Schmalhans bei Bertelsmann

Dass Bertelsmann sparen muss, hört man schon länger und die Rede war bisher von einigen 100 Millionen Euro. Aber der Konzern scheint darüber noch weit hinausgehen zu wollen: Eine ganze Milliarde Euro soll jetzt an Kosten eingespart werden bei einem Jahresumsatz von 16,1 Milliarden Euro.

Ins Auge gefasst wurde auch der Handel mit Musikrechten, bei dem jetzt ein Wiedereinstieg geprüft wird. Ein Kandidat dafür wäre der wirtschaftlich angeschlagene Musikkonzern EMI. Bertelsmann will die restlichen Musikkatalogrechte einbringen, die ihm nach dem Verkauf von BMG Publishing noch geblieben sind.
Quelle: Buchreport

25.05.2009 19:20:23

Perry Rhodan als Taschenheft

In Kürze soll es Perry Rhodan testweise als Taschenheft geben. Das ist das Format von Taschenbüchern, nur mit einem dünneren Umschlag. Die weibliche Lesefraktion kennt das von den Cora-Romanen. Ausgeliefert wird es nur über den Zeitschriftenvertrieb.

Laut Perry Rhodan-Chefredakteur Klaus N. Frick kommt man damit dem Wunsch der Leser nach und legt einige klassische PR-Taschenbücher in einer modernen Version neu auf. Es wird sich aber hauptsächlich auf "Moderne Klassiker" konzentriert. Alle diese Ausgaben werden abgeschlossene Romane und ohne Vorkenntnisse lesbar sein.

Das erste Taschenheft ist "Agent für Terra" von Hubert Haensel. Ein Roman, der erstmals 1992 erschienen ist und für die Neuauflage etwas modernisiert und auf die neue Rechtschreibung umgestellt wurde.
Der Termin für das erste Heft ist der 26. Juni 2009. Alle zwei Monate folgt ein weiterer Band. Kosten soll das ca 160 Seiten dicke Heft 3,90 Euro (Österreich 4,50 Euro, Schweiz: 7,60 Franken)
Quelle: BuchMarkt.de

02.04.2009 17:57:33

Mankell gegen die Internetpiraten

Henning Mankell, Per Olov Enquist und andere schwedische Schriftsteller gehen gegen Raubkopierer ihrer Hörbücher aus dem Internet vor und setzen über ihre Verlage die deutlich verschärften gesetzlichen Regeln um. Bei einem Stockholmer Gericht beantragten sie die Strafverfolgung von Betreibern eines Servers, von dem man 27 Hörbücher 15 bekannter schwedischer Autoren kostenlos herunterladen konnte.

Seit gestern ist in Schweden ein Gesetz in Kraft getreten, mit dem Betroffene die Identität von aus ihrer Sicht verdächtigen Computerservern ermitteln können. Provider müssen ab sofort die IP-Adressen von Computern mitteilen, von denen man urheberrechtlich geschütztes Material herunterladen kann - in bestimmten Fällen auch die Identität derjenigen, die dieses Material herunterladen.

Mit der hohen Wahrscheinlichkeit einer Strafverfolgung soll eine Verminderung der illegalen Verbreitung urheberrechtlich geschützten Materials erreicht werden. Die Zeitung "Svenska Dagbladet" berichtet von einem 30-prozentigem Rückgang des Datenverkehrs zwischen schwedischen und internationalen Netzen ab Inkrafttreten dieses sogenannten "Ipred- Gesetzes".
Quelle: Yahoo