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#1 02-03-2009 06:36:19
- Cliffhanger
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Timothy Stahl: Das Prometheus-Mosaik

»Das Prometheus-Mosaik« von Timothy Stahl
Verlag: Bastei Lübbe
394 Seiten, Preis: 7,95 €
Erschienen: Februar 2009
ISBN-13: 978-3-404-15887-4
Über das Buch:
Theo Lassing führt ein normales Leben – bis er in der Zeitung das Bild eines Mannes entdeckt, der ihm gleicht wie ein Zwilling. Wenig später stirbt seine Mutter unter rätselhaften Umständen.
Theo versucht, seine Vergangenheit zu recherchieren und stößt dabei auf ungeheuerliche Vorgänge, die Jahrhunderte zurückreichen ...
Meine Meinung:
Timothy Stahl ist in den USA geboren und in Deutschland aufgewachsen. Vor seiner Rückkehr in die USA war er Redakteur bei Tageszeitungen und Chefredakteur eines Wochenmagazins. Zur Zeit lebt er mit seiner Familie in Las Vegas und arbeitet als Übersetzer und Autor.
Also recht lange halte ich mich mit dieser Rezension nicht auf. Dafür ist dieser »Thriller« einfach zu unbedeutend. Ein Mann entdeckt sein Ebenbild in der Zeitung – das ist schon ein kleiner Hinweis, worum es im Großen und Ganzen hier geht: Gentechnik und Klonen.
Wer aber jetzt den auf dem Klappentext angekündigten Wissenschafts- und Verschwörungsthriller erwartet, erlebt eine bittere Enttäuschung. Anfangs führt Timothy Stahl die Charaktere ein. Soweit, so gut. Aber es dauert geschlagene 120 Seiten, bis man den ersten zarten Hinweis auf das eigentliche Thema zu lesen bekommt. Das ist einfach zu wenig, um den Leser zu fesseln, zumal es auch in dem Tempo weitergeht. Fast bis zum Schluss wird schlichtweg um den heißen Brei herumgeschrieben und zwischen recht sinnlos scheinenden Verfolgungsjagden ein paar spärliche Hinweise gegeben.
Das Thriller-Debüt des Jahres? Vergesst es! Die angekündigte Achterbahnfahrt ist so spannend wie Tretbootfahren in der Badewanne, Fitzek und Eschbach haben bestimmt nicht gewusst, wofür sie ihren Namen hergegeben haben, denn deren Stil ist das garantiert nicht. Die globusumspannende Verschwörung ist ebenso wenig existent wie das menschheitbedrohende Experiment – reiner Etikettenschwindel.
Ein Experiment ja, aber was da die letzten 50 Seiten an Auflösung kommt, ist einfach nur Stuss. Das einzige, was das »Prometheus-Mosaik« vor dem völligen Absturz rettet, ist der flüssige Erzählstil und das Bemühen um eine schöne Wortwahl, das man Timothy Stahl nicht absprechen kann. Ansonsten kann man sich Sinnvolleres für sein Geld kaufen.
Meine Bewertung:

"Das Paradies habe ich mir immer als eine Art Bibliothek vorgestellt."
Borges, Jorge Louis - argentinischer DichterOffline

